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Eine
märchenhafte Projektwoche füllte die Grundschule Oberlübbe vom 1. bis
5. März mit Leben. Die Kinder beschäftigten sich auf vielfältige Art
und Weise mit traditionellen und modernen Märchen.
Die
Lehrkräfte der Schule boten insgesamt sieben Projektgruppen an. Die Schüler
arbeiteten klassen- und jahrgangsübergreifend. Zusätzlich gab es zwei außergewöhnliche
Veranstaltungen: Das Figurentheater Niekamp aus Bielefeld trat mit dem Stück
"Cinderella" auf, und zwei Tage später lauschten die Kinder
einer Märchenerzählerin aus Minden, die moderne und ausländische Märchen
eindrucksvoll darbot.
Die Kinder kannten Cinderella bereits in der klassischen Version als
"Aschenputtel" von den Brüdern Grimm. Thomas R. Niekamp spielte
die Puppen mit beiden Händen, vertonte sie mit sonorer Stimme und
bediente mit den Füßen auch noch die Tontechnik - ganz allein.
Er mischte in die Texte immer wieder englische Passagen, deren Bedeutung
sich den Kindern aus der Handlung erschloss oder die er in Form von
Wiederholungen übersetzte.
Die Märchenerzählerin Gudrun Mehrhoff erzählte das chinesische Märchen
"Die blaue Rose", das die Kraft der eigenen Gedanken zum Inhalt
hatte. In dem Märchen "Eis und roter Mohn" von Marianne Österreicher
ging es um Probleme, die beim Leben in der Stadt auftreten können.
"Die Teekanne" von Hans-Christian Andersen thematisierte Änderungen
im Leben durch Geben und Nehmen. Den Abschluss bildete ein Zigeunermärchen
über die Erschaffung der Geige.
In der Zeit, in der die Projektgruppen arbeiten, standen ständig mehrere
Märchenwerkstätten zum selbstbestimmten Arbeiten zur Verfügung. Die
Gruppe "Englische Märchenkisten" befasste sich intensiv mit der
Fremdsprache. Er wurden Märchenschlösser und Stabpuppen gebastelt. Eine
Theatergruppe mischte jeweils zwei Märchen in einem kleinen Sketch. In
der Gruppe "Märchen sind zum Träumen da" schrieben die Schülerinnen
und Schüler selbst ausgedachte Märchen, die auf Anregung einer Mutter in
Form einer kleinen Schrift veröffentlicht werden sollen.
Für den letzten Tag war eine Präsentation der Arbeitsergebnisse in der
Aula angesetzt. Dass so viele Eltern, Großeltern und Geschwister am
Freitagvormittag in die Grundschule Oberlübbe kamen, hatte das Kollegium
nicht gedacht. Bis in den Flur hinein standen die Familien.
Die Gruppen präsentierten
ganz verschiedene Beiträge mit Flöten- und Stegreifspiel,
Improvisationstheater, dem Erraten von Märchenfiguren, dargestellt von
verkleideten Kindern, und einem Film, in dem die gebastelten Stabpuppen Märchen
spielten.
(P. Carmine)
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